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Neben der Fertignahrung ist das Leben im Sitzen ein besonders hervorstechendes Merkmal für ein „zivilisiertes“ Leben. In vielen Fällen stellt sich uns jedoch nicht die Frage, ob wir dies wollen oder nicht. Denn niemand wird mit Spaten und Spitzhacke ins Büro stapfen und sich dort körperlich betätigen. Dort sind 8 Stunden konzentrierte Arbeit im Sitzen angesagt – vielleicht ab und zu unterbrochen durch den Gang zur Kantine, Toilette oder für einen Blick durch das Fenster. Der Weg von und zur Arbeit wird in der Regel sitzend zurückgelegt. Und dann abends auf dem Sofa fortgesetzt…

 

Dieser Beitrag richtet sich also vorrangig nicht an Leser, die sowieso schon regelmäßig Sport treiben. Dieser Beitrag richtet sich an die Hälfte der Bevölkerung die (mehr oder weniger) „nichts“ tut…

Bei der wissenschaftlichen Suche nach Risikofaktoren für Erkrankungen und frühzeitigem Tod ist die Wissenschaft auf die moderne Ernährung gestoßen. Wie es jetzt aussieht, ist das Sitzen ein eigenständiger Risikofaktor, gleichgültig ob man nun regelmäßig trainiert oder nicht – deswegen wollte ich diesen Beitrag auch „Der Tod kommt sitzend“ nennen, was mir dann aber doch etwas zu plakativ erschien.

Aber erst einmal zu den Fakten aus der Studie: Dr. Joan Vernikos ist die ehemalige Direktorin der „Life Sciences“ Abteilung der NASA. Sie veröffentlichte eine einfache, aber dafür umso plausiblere Erklärung, warum das Sitzen einen solch dramatischen Einfluss auf unsere Gesundheit zu haben scheint. Und sie erklärt, wie man diesen üblen Einflüssen entgehen kann.

Bei ihren Untersuchungen an Astronauten und Anwärtern stellte sie fest, dass regelmäßiges Training (Workout) nur bedingt die negativen Einflüsse eines dauerhaften Sitzens kompensieren kann. Weiter versuchte sie festzustellen, welcher Mechanismus sich dahinter verbirgt, und welche spezifischen Bewegungen, die beim Sitzen fehlen, für den Organismus unentbehrlich sind. Was sie dann herausfand, war so simpel wie erstaunlich: Nicht das Herumlaufen brachte den erwünschten positiven Effekt, sondern einfach nur das Aufstehen aus dem Stuhl, Sofa und so weiter. Je häufiger die Person aufsteht, desto größer wird der Nutzen.

Aus physiologischer Sicht ist hier die veränderte Körperhaltung, die das entscheidende physiologische Signal bewirkt. Es ist also nicht unbedingt das Stehen oder das Gehen, was den physiologischen Nutzen bringt, sondern die Veränderung der Körperhaltung. Um also die negativen Einflüsse des Sitzens auszuhebeln, ist es notwendig, sich mehrmals in regelmäßigen Abständen aus seinem Sitz zu erheben. Der Schlüssel hier ist eine regelmäßige intermittierende Interaktion mit der Schwerkraft des eigenen Körpers. In der Praxis sieht das dann so aus, dass es produktiver ist, sich alle 20 Minuten vom Stuhl zu erheben, als dies über 30 mal hintereinander zu absolvieren.

Grundlage dieser an sich simpel anmutenden Beobachtungen und Rückschlüsse sind Arbeiten aus den 1970er Jahren mit Astronauten im Skylab-Programm der NASA. Hier stellte Dr. Vernikos fest, dass Astronauten im All unter Bedingungen der Schwerelosigkeit schneller alterten als auf der Erde. Gleiches kann man auch bei Kranken feststellen, die ihr Bett nicht mehr verlassen können. Aber permanentes Sitzen, Dauerbettruhe und Schwerelosigkeit bewirken zwar gleichermaßen ein beschleunigtes Altern, jedoch gab es dafür keine Erklärung, warum das so ist.

Das änderte sich, als sie die Auswertung der „Bettruhe-Sudie“ erstellte. Aufgrund einer persönlichen Erfahrung sah sie in Altenheimen in Kalifornien viele alte Menschen, die ans Bett gefesselt waren und bei denen sich genau die Symptome entwickelten, die sie auch bei ihren Astronauten gesehen hatte, die sich eine bestimmte Zeit im Weltraum aufgehalten hatten. Nach dem Aufstehen aus dem Bett (oder wieder zurück auf der Erde), zeigten die Alten und die Astronauten Beeinträchtigungen bei der Balance, bei der Koordination der Bewegung, Kollapsneigungen beim Aufstehen und einen schlurfenden Gang. Bei einer sich anschließenden normalen Betätigung vergehen die Symptome bei beiden Gruppen, was darauf hindeutet, dass es sich hier NICHT um ein typisches Altersphänomen handeln könnte.

Es bestand vielmehr Grund zu der Annahme, dass die relative Inaktivität der Alten in ihren Heimen (und die der Astronauten im All), als Ursache für das Phänomen verantwortlich zu machen ist. So weiß man heute, dass ein 1-prozentiger Verlust von Knochen- und Muskelmasse auf der Erde ein Jahr dauert. Der gleiche Verlust vollzieht sich im All in nur einer Woche bis einem Monat. Das heißt, dass der Alterungsprozess sich hier fast 10 mal schneller vollzieht als unter normalen Bedingungen.

Diese Beobachtungen legen die Vermutung nahe, dass weniger das Alter, sondern der Lebensstil für die positiven oder weniger positiven Veränderungen im Körper verantwortlich ist. Überhaupt: Die ständigen Äußerungen, dass im Alter alles „schlechter“ werde, stimmt nicht. Das Alter kann sogar mit Vorteilen aufwarten, die in ihm selbst begründet sind und von der die Jugend weitestgehend ausgeschlossen ist. Mehr dazu habe ich im Beitrag „8 Dinge, die im Alter besser werden“ beschrieben: naturheilt.com/blog/8-dinge-die-im-alter-besser-werden-2013/

Für die Vermeidung von „altersbedingten“ Leiden gilt somit nicht nur das Notwendigkeit des regelmäßigen körperlichen Trainings. Das stellt „nur“ die halbe Miete dar. Es scheint auch notwendig zu sein, dass häufige mehr oder weniger regelmäßige und sich wiederholende Bewegungsabläufe mit Veränderung der Körperhaltung für einen funktionierenden Organismus wichtig sind. Das heißt, dass körperliches Training auf der einen Seite und alltägliches Funktionieren zum Beispiel im Büro auf der anderen Seite noch nicht die Lösung des Problems darstellen.

Die Anziehungskraft der Erde scheint eine bedeutsame Rolle zu spielen. Wenn wir sitzen, sind wir der Schwerkraft zwar immer noch ausgesetzt. Aber durch Bewegungen, wie zum Beispiel dem Aufstehen, müssen wir gegen diese anarbeiten. Dementsprechend ideal wären dann auch die Fitness-Programme, wenn sie der Bewegungsvielfalt des menschlichen Körpers gerecht würden. Progamme mit wenigen, sich oft wiederholenden Bewegungsübungen sind da nicht der Weisheit letzter Schluss, wie zum Beispiel Radfahren oder Joggen. Und bevor ich mir den Unmut der Radfahrer und Jogger auf mich ziehe: Das sind ausgezeichnete Möglichkeiten Durchblutung und Herz-Kreislauf zu trainieren. Aber: Der Körper wird in nicht in allen möglichen Bewegungen trainiert, die unsere Gelenke ermöglichen.

Klingt kompliziert? Ist es zum Glück aber nicht. Der Schlüssel zum Ganzen sind Bewegungen, die nicht unbedingt in Turnübungen auszuarten haben, um effizient zu sein. Dazu kommt, dass diese Bewegungen oft ausgeübt werden sollen und eine Veränderung der Körperposition beziehungsweise -haltung mit sich bringen sollten.

Vergleichbar wäre dies zum Beispiel mit einem „urhaften“ Leben im Dschungel. Aus dem Leben von Eingeborenen Asiens, Afrikas und Südamerikas sehen wir, welches Bewegungsmuster im täglichen Leben bei diesen Menschen vorherrscht. Sitzen auf einem Stuhl ist dort eher als eine Ausnahmestellung anzusehen. Diese Leute ruhen zumeist, indem sie hocken oder sich sofort hinlegen. Knien ist auch eine oft zu sehende Stellung. Dr. Vernikos sagt dazu, dass Sitzen im Grunde in Ordnung sei, jedoch konstantes, langes Sitzen genau die Schäden verursacht, die sie bei Alten in Ruhe und Astronauten gesehen hatte. Ergo: Wenn man viel sitzen muss, dann sollte man dies so oft wie möglich unterbrechen. Sie sagt: „Es geht nicht darum, wie viele Stunden Sitzen schlecht für dich sind, sondern wie viele Unterbrechungen des Sitzens gut für dich sind.“

Aber auch permanentes Stehen ist nicht die Lösung des Problems. Menschen, die berufsbedingt viel stehen müssen, können davon ein Lied singen. So ist die Lösung des Problems nicht so zu verstehen, dass man das permanente Sitzen durch ein permanentes Stehen ersetzen sollte, weil letzeres vielleicht besser verträglich wäre. Nein, was ersetzt werden sollte, das ist die „Permanenz“ beim Sitzen oder Stehen. Es kommt darauf an, durch Bewegung die Körperhaltungen zu verändern. Ein Leben im Dschungel erfordert genau dies. Laufen, ruhen, klettern, tragen, kriechen, springen, kauern, liegen und so weiter – das alles sind tägliche Bewegungsabläufe, die von den „Urmenschen“ heute wie damals ausgeübt werden und wofür der menschliche Körper „gezimmert“ wurde. Die häufige Veränderung der Körperhaltung als Reaktion auf Umweltereignisse ist ein integraler physiologischer Bestandteil der „Bewegungsmaschinerie“ des Menschen. Wer dies vernachlässigt, der schaltet wesentliche Bestandteile seiner Bewegungsfähigkeiten aus. Wenn dann noch eine unphysiologische Ernährung sich dazu gesellt, dann steht dem Einzug einer „Zivilisationserkrankung“ kaum noch etwas im Wege.
Vielleicht ist es noch ein wenig zu früh, um zu verstehen, dass ein einfaches Aufstehen aus dem Stuhl, dem Sessel und so weiter so weitreichende, positive Folgen haben kann.

Gibt es irgend welche physiologischen Parameter, an denen wir diesen „Segensreichtum“ festmachen können?

Wie es scheint, gibt es die in der Tat: Ein Enzym, die Lipoprotein-Lipase, ist während der Zeiten der körperlichen Inaktivität ebenfalls inaktiv. Bei körperlicher Aktivität ist sie aktiv. Aber welche körperliche Aktivität bewirkt bei diesem Enzym Spitzenaktivitäten? Genau, beim Aufstehen vom Sitzen! Die Lipoprotein-Lipase ist ein Enzym, das sich an Fette im Blut anheftet und diese zur und in die Muskulatur transportiert. Dort dient dann das Fett, neben der Glukose, als „Brennstoff“ für die Muskelzellen. Das heißt also, dass durch ein einfaches Aufstehen vom Stuhl dem Organismus beim Verbrennen von Fetten geholfen wird, und das nachhaltig.

Die Bewegungen beim Aufstehen sind natürliche nicht mit den Aktivitäten zu Vergleichen, bei denen wesentlich mehr Kalorien verbraucht werden, wie zum Beispiel beim Sport. Aber die Menge der Wiederholungen spielt hier eine ausschlaggebende Rolle zum einen. Und zum anderen bewegt sich der Körper beimAufstehen gezielt gegen die Anziehungskraft der Erde.

Dr. Vernikos sieht die Anziehungskraft der Erde als einen virtuellen Stab an, der von oben nach unten durch den Körper des Menschen verläuft. Dieser virtuelle Stab dient als eine Art Stimulus für den Organismus, beziehungsweise sieht sie die Erdanziehung als die Quelle dieses Stimulus. Wenn man sich dann dieser Anziehungskraft widersetzt, dann bekommt man ein kleines Gefühl für Beschleunigung und damit ein bisschen Spaß daran. Spaß an der Beschleunigung, das kennt jeder, der einmal in einem PS-starken Sportauto gesessen hat und damit gefahren (worden) ist. Aber auch andere sportliche Betätigungen nutzen die Anziehungskraft der Erde, um Spass am Sport zu erzeugen. Springen (Bungee, Turm usw.), Ski-Fahren, Radfahren und so weiter „leben“ von diesem Prinzip.

(Vorläufiges) Fazit

Einmal in der Stunde aufstehen ist besser als 15 Minuten auf dem Laufband. 32 mal am Tag aufstehen ist besser, als 32 mal hintereinander aufstehen und sich wieder setzen. Und klar: 32 mal am Tag aufstehen und setzen und einmal 32 mal hintereinander ist noch besser. Voraussetzung: Sie sind beschwerdefrei, denn unter Schmerzen macht das keinen wirklichen Sinn. Um den „Sitzbann“ zu brechen, kann man sich einen Online-Timer suchen (falls man viel vor dem Computer sitzt, der ans Internet angeschlossen ist), und den alle 20 Minuten klingeln lassen, damit man seinen Stuhl verlässt und ein paar kurze Übungen exerziert. Zum Beispiel hocken, aufstehen, springen, dehnen. Natürlich gilt: Wenn Sie bereits Beschwerden haben und zum Beispiel gar nicht mehr vollständig in Hocke gehen können? In so einem Fall brauchen Sie (meiner Meinung nach), ein Programm oder eine Therapie (zum Beispiel medizinische Trainingstherapie), die Sie wieder in diese Lage versetzt – und dies sprichwörtlich. Wenn dann noch die Ernährung einen Teil der Anziehungskraft für ein Interesse an gesunden Varianten bekommt, dann kann einem gesunden und erfüllten Alter kaum noch was im Wege stehen.

Datum: Dienstag, 29. Oktober 2013
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17 Kommentare

Doris Albert

Sehr geehrter Herr Gräber, immer fit und Gesund ist mein Leitsatz. Ich habe seit meiner Kindheit MS und diese Redox Signal Moleküle haben mich direkt angesprochen, denn so einen „Giftmüll“ wollte ich noch nie.
Siehe da, schon hat sich einiges gebessert.

Meine Fingerspitzen sind nicht mehr taub auch kann ich wieder mit der Hand schreiben und ein Schub was ist das?

Vielen Anderen Menschhen hat es geholfen, denn es arbeitet auf Zellebene.

In der Hoffnung von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Doris Albert

Carlos

Hallo Doris
schau mal unter BIOSLOGOS.Ist vielleicht interessant für Dich.
„Mein Name ist Kaus Q. geboren am 29.03.1982 in Kabul, Afghanistan. Während der Sowjetbesatzung flüchteten meine Familie und ich 1987 ins Exil und landeten in der Hanse Stadt Hamburg. Dort begann und beendete ich meine Schul – und Hochschulausbildung.

In meiner Studienzeit bemerkte ich im Sommer des Jahres 2007, während der Prüfungsvorbereitungsphase in der Staatsbibliothek ein leichtes Unruhegefühl und für mich unerklärliche Zuckungen/Kribbelerscheinungen an den Händen.

Gleichzeitig wurde ich von eigenartigen Schwindelattacken überfallen. Ich konnte diese Symptome nicht zuordnen und sprach mit einem Freund der gerade in seinem Medizin-Studium war. Dieser zeigte sich sehr besorgt und brachte mich in das Universitätskrankenhaus Hamburg Eppendorf (UKE), um dort ein Komplettcheck zu machen. Er wies mich darauf hin, dass Zuckungen und Kribbelerscheinungen dieser Art in den Händen auf eine Störung im Nervensystem hindeuten.

Im UKE angekommen, musste ich anfangs verschiedene Koordinations- sowie Sensibilitäts-Tests durchführen. Anschließend wurde ein CT gemacht. Dieses war unauffällig. Blutbild war laut den Ärzten auch in Ordnung. Dann wurde eine Lumbalpunktion durchgeführt.
Die Liquorflüssigkeit wurde mir aus meiner Wirbelsäule entnommen. Das Ergebnis war laut den Ärzten des UKE – „eine leichte Entzündung in der Nervenflüssigkeit”.

Die Leukozytenanzahl betrug 17 und somit war man sich sicher, dass es sich um eine leichte Entzündung handelte. Am nächsten Morgen musste ich ein MRT machen- das Ergebnis des MRT wies darauf hin, dass sich in meinem zentralen Nervensystem aktive Entzündungsherde befanden.

Am nächsten Tag musste ich mich nochmals einer Lumbalpunktion unterziehen. Dieser Eingriff war extrem schmerzhaft für mich, weil die Ärztin meinen Nerv beim Einführen der Nadel getroffen und somit meinen Nerv verletzt hat. Nach einigen qualvollen Tagen kam dann die erste Diagnose „Verdacht auf MS”.

Ich konnte noch nichts mit diesen so schrecklichen 2 Buchstaben MS anfangen, aber mir war bewusst, dass sich so einiges von nun an in meinem Leben ändern würde. Die Oberärztin der neurologischen Abteilung des UKE erklärte mir dann den Krankheitsverlauf dieser „unheilbaren” Krankheit und machte deutlich, dass ich durchaus damit rechnen sollte, innerhalb der nächsten Jahre im Rollstuhl zu sitzen. Es hieß „Herr Q., MS ist eine Krankheit mit 1000 Gesichtern, bei dem einen kommen die Schübe ruckartig, bei dem anderen in grösseren Abständen aber erfahrungsgemäß sitzen die meisten im Durchschnitt nach 5 Jahren im Rollstuhl!”

Ich fragte nach den Therapiemöglichkeiten, sowie nach irgendwelchen Lösungen damit es ja nicht soweit kommt. Als Therapie wurde mir Interferon und Cortison nahegelegt und außerdem wurde ich darauf hingewiesen, dass das Krankenhaus ein sehr fortschrittliches MS Forschungszentrum hat und das dort die neusten Medikamente getestet werden und dass man mich auf eigenem Wunsch in solchen Tests auch mit einbinden könnte.

6 Monate später ging ich dennoch zu einem 2. MRT Termin und da wurde mir gesagt, dass sich die Herde um einen Entzündungsherd vermehrt hätten und dass es wohl besser wäre die Diagnose MS zu stellen, damit ich schnellstmöglich mit den Medikamenten beginnen konnte. Ich weigerte mich und verließ die Radiologiepraxis!

Keine Heilungschance, die absolute Zusage seitens der Ärzte den sogenannten „Fachleuten”, dass ich mich auf den systematischen Zerfall meines Körpers einstellen sollte und dann sollte ich jeden Tag eine Spritze injizieren sowie Tabletten einnehmen, um die Schübe die sowieso irgendwann kommen würden „nach hinten zu schieben”, um den „Ausbruch der Krankheit zu verzögern” waren alles für mich Argumente, ausnahmsweise mal nicht auf die sogenannten Fachleute zu hören und mir meinen eigenen Heilungsweg zu suchen.

Ich wusste, dass unser Körper so perfekt ist, dass er jeden Vorgang den er selber herbeigeführt hat, auch wieder selber ohne fremden Einfluss oder durch Drogen wieder rückgängig machen kann.
Ich machte mich auf die Suche und bin auf die verschiedensten Methoden gestossen. Angefangen mit den verschiedensten Rohkosttherapien bis auf Qi Gong. Einige Methoden haben etwas mehr geholfen, die anderen etwas weniger aber es war nix dabei wo ich sagen konnte, dass ich mich in absehbarer Zeit als geheilt bezeichnen kann.

Durch Freunde und dann durch das Internet bin ich auf das Team von BIOS LOGOS und Herrn Reiner Niessen gestossen. Ich fing an mich mit dieser Methode zu beschäftigen. Nach kurzer Zeit nahm ich Kontakt mit Herrn Niessen auf. Dieser fragte mich nach meinen Beschwerden und als ich ihm alles mitteilte, wies er mich darauf hin, dass er nichts von „Ferndiagnosen” hält und deshalb das Gesamtbild begutachten muss. Ferner wies er mich darauf hin, dass ich mein Geld bei Nichterfolg wieder zurückerstattet bekommen würde. Eine Aussage die mich noch mehr von der Ehrlichkeit des System überzeugte. Somit machte ich mich auf den Weg und landete am 22.03.2012 in Pattaya.

Ich hatte mittlerweile starke Schmerzen in den Gelenken, unerwartete Krämpfe in den Oberschenkeln, starke Schmerzen in den Fingern und den Unterarmen sowie unkontrollierte Zuckungen. Ferner überkam mich immer ein extremes Schwindelgefühl.

1. Tag
An diesem Tag wurde mein gesamter Körper von Herrn Niessen und seinem Team begutachtet. Es wurden folgende Störungen festgestellt:

•Fuß und Nagelpilz und im Fleisch verwachsener Nagel
•Ablagerungen in den Kniegelenken
•Erschlafftes sowie unterentwickeltes Muskelsystem
•Blutmangel ( zu wenig Blut im Körper)
•Mangelnde Blutflussgeschwindigkeit
•Haltungsschaden: Schulter war komplett schief und somit wurden wichtige Nerven eingeklemmt
•Stoffwechselstörungen
•Mangelnde Durchblutung in den Händen und Füßen
Das Team machte sich gleich an die Arbeit und begann meinen bereits seit mehreren Jahren vergammelten, bereits schwarzgewordenen Fußnagel zu entfernen. Innerhalb von 3 Tagen, wobei pro Tag lediglich 15 Minuten an dem Nagel gearbeitet bzw. nachgearbeitet wurde, gelang es dem BIOS LOGOS Team diesen Nagel absolut schmerzfrei, ohne dass auch nur ein Tropfen Blut fließen musste, zu entfernen. Ich habe mich immer davor gesträubt diesen Nagel entfernen zu lassen, da die Ärzte mir sagten, dass eine Operation unumgänglich ist bei solch einem Nagel der in dieser Art verwachsen und „vergammelt” war. Der Zeh müsse betäubt werden und dann würde man mit einem Skalpell den Nagel entfernen.
In Pattaya hat die Entfernung des Fußnagels ohne OP und ohne Schmerzen genau 3 Tage gedauert!

2. Tag
Fortführung der Fußpflege.
Das Team hat mit den körperlichen Gymnastikübungen begonnen. Ziel war es die körperliche Kondition zu steigern und die Blutmenge in den Armen und Beinen zu beheben durch Stärkung der Durchblutung im ganzen Körper. Ich musste im Trockenen rudern, schwimmen und auf dem Rücken schwimmen. Anschließend wurde durch eine spezielle Methode der Stoffwechsel angeregt.

3. Tag
Begonnen mit den gymnastischen Übungen. Die Anforderungen wurden täglich gesteigert ich musste jeden Tag eine Steigerung der körperlichen Leistung erzielen. Nach den Übungen, wollte Herr Niessen sich um die Ablagerungen in meinen Kniegelenken kümmern und ich musste hierzu Kniebeugen machen. Ich begann die Übung und hörte bei 1111 (Eintausend einhundert und elf) Kniebeugen auf! Eine Leistung die ich mir in meinen wildesten Träumen nicht mal vorstellen konnte.

4. Tag
Ich wachte mit einem unglaublichen Muskelkater auf. Das Gehen fiel mir extrem schwer aber nun war ich gezwungen um vorwärts zu kommen Muskeln zu benutzen, die all die Jahre nie Ihre Verwendung fanden. An diesem Tag kümmerte sich das Team von BIOS LOGOS um meine Schieflage der Schulter. Diese schiefe Schulterhaltung führte dazu, dass ein Nerv eingeklemmt war und es zu Schmerzen in der rechten Hand kam. Wir begannen mit intensiven Übungen, um auch diese Disbalance zu beseitigen.
Anschließend begannen wir mit einer speziellen Atemtechnik, um die Schmutzablagerungen in der Lunge aufzulösen, um somit den Sauerstoffgehalt im Körper zu steigern.
Zur Krönung des Tages widmete sich das Team von BIOS Logos meiner Höhenangst bzw Tiefenangst- ich war in der Vergangenheit nicht in der Lage vom 4. Stock herunter zuschauen ohne Angst zu haben. Herr Niessen motivierte mich so sehr, dass ich mich dazu bewegte, diese Angst zu begraben. Wir gingen zum “Bungee Turm” und ich wagte den Sprung! Somit war zum einen diese ewige und unbegründete Angst verschwunden und zum anderen wurde die körpereigene Adrenalinproduktion massiv angeregt.

5. Tag
An diesem Tag sollte ich alle Grenzen in Hinblick auf meine Gymnastikübungen brechen. Bisher hatte ich es geschafft 200 m auf dem trocknen zu schwimmen aber heute sollte ich diese Strecke verdoppeln. Mittlerweile war mir mit Hilfe von BIOS LOGOS klar geworden, dass der Körper nur durch einen starken Willen und einem gesunden Geist zu jeder Leistung gesteuert werden kann.
Ich bin 40 Bahnen ohne Wasser geschwommen. 20 m auf dem Rücken und 20m auf dem Bauch. Dann nochmal 4 Runden auf einem Teppich Go Kart ( eine Übung bei der ich mich auf einem Teppich fortbewegen musste und das ausschließlich durch den Schwung der Arme!
Auch wieder eine Leistung, an die ich niemals geglaubt hätte sie zu schaffen. Eine Leistung, die für einen Menschen mit der Diagnose MS normalerweise undenkbar ist.

6. Tag
Nach den Gymnastikübungen wurde ich in eine Folie eingewickelt und musste versuchen mich zu befreien. Ich habe extrem viel geschwitzt und musste von Muskeln gebrauch machen, die so im Alltag niemals aktiviert wurden. Die Ablagerungen im Muskelgewebe sollten somit entfernt werden und es sollten durch diese Übung Muskelspannungen verhindert werden.

7 Tag
“Soll ist Abgleich” fand an diesem so herrlichen Tag statt. Ich hatte keinerlei Schmerzen mehr. Alle körperlichen Symptome, die ich zu Anfang und all die Jahre mit mir herumschleppte, waren verschwunden, ich konnte es selber kaum glauben!
Nach all der langen Suche bin ich nun endlich fündig geworden, ich war mir immer sicher, dass jede Krankheit heilbar ist, egal was die sogenannten „Fachleute” und die „Fachliteratur” behauptet. Ich bin ein weiterer Beweis dafür, dass auch diese chronisch degenerative Krankheit namens MS heilbar ist.

Diese Methode ist eine Lehre des Lebens- wer sich für diese Heilmethode entscheidet, sollte sich darüber im klaren sein, dass es sich hierbei um eine ganzheitliche Heilmethode handelt. Herr Niessen sagte mir am ersten Tag: „Du bist das Produkt Deiner Denk und Lebensweise!” Wer hierher kommt, sollte zuerst diesen so wahren Satz überdenken und sich einer humanen und so fortschrittlichen Heilmethode anvertrauen.

Das Team von BIOS LOGOS hat in 7 Tagen etwas geschafft was die Ärzte in Deutschland sich vor 5 Jahren nicht einmal gewagt hatten zu schaffen. Wenn ich denen gefolgt wäre, würde ich meinen Körper mit all den Medikamenten und Drogen systematisch vernichten. Dazu war ich nicht bereit und heute bin ich froh über meine Entscheidung.
Es sind 5 Jahre vergangen und ich sitze nicht im Rollstuhl- ganz im Gegenteil ich bin in der Lage 160,2 KG zu tragen: Hier der Beweis.“

Viktor

Hallo meine Lieben!
Ich bin verwitwet und darum wieder Single. Jetzt muss ich zu Hause für jede Handreichung aufstehen. Das hat mich bis heute genervt, weil es unbequem war, gegen die Erdanziehung zu kämpfen. Doch wo er Recht hat, hat er Recht,der Gesundheitspädagoge René Gräber. Ich programmiere meine Psyche unverüglich auf das Hurraprogramm: Aufstehen macht glücklich 🙂 Ich koche singend, fliege mit dem Staubsauger durch die Zimmer, bücke mich mit dem Staubtuch hinunter zu den Wandsockeln, strecke mich auf der Leiter bis zu den Deckenleuchten, serviere mir halbe Portionen, damit ich aufstehen muss, um nachzuschöpfen und steige die Treppe hoch neben dem Lift, ohne Gestöhn, mit lachendem Gesicht.
Mit Lipoprotein-Liapseheitlichen Grüssen
Viktor

Claudia

Lieber Carlos,

dein Bericht über deinen Heilungsweg finde ich absolut ermutigend und finde es klasse , dass du andere daran teilhaben lässt. Ich finde es immer wieder sehr beeindruckend von Menschen und deren Wegen, besonders Heilungswegen, zu hören und zu lesen, welche ungewöhnlich und erfolgreich sind. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute für die Zukunft und beste Gesundheit !

Beste Grüsse,

Claudia

Jürg

Hallo

Eine weitere Ermutigung;-) Meine Partnerin hat seit über 18 Jahren MS. Auch sie hatte sich vor vielen Jahren entschieden, der Schulmedizin den Rücken zu kehren. Sie hatte seit Jahren keine Schübe mehr, ihr Zustand ist stabil, sie betreibt regelmässig Sport und kann glücklich den Alltag mit unserer kleinen Tochter bewältigen…

Wirklich äusserst hilfreich bei allen chronischen Krankheiten, selbst bei Krebs, MS, ALS, Alzheimer, Autismus etc. ist das Behandlungskonzept von Dr. Mutter (Praxis in Konstanz, „Gesund-statt chronisch krank“)…!

Herzlich, Jürg

Ingrid

Wahrlich Herr Gräber, das war wirklich ein Artikel nach meinem Geschmack und außerdem sehr hilfreich! Die Kommentare ebenfalls interessant. Solche Gedanken und Veröffentlichungen sind verständlich.
DANKE!

Bruna

Lieber, werter Herr Gräber,
danke für die NASA-Bewertung der Erdanziehungs-info.
Bin eine alte Poliogeschädigte mit bewältig- tem Post-Poliospätsyndrom durch gezielte Ernährung und > Laufen und > Schwingen.auf dem Trampolin.
Von morgens bis mittags PC-Sitzen. Ab 14 Uhr Sitzen in zwei zusammen geschobene Sessel mit warmer Decke. Schellt das Telefon im anderen Wohntrakt muss man sich kletternd herauswin- den und etwas flotter bewegen, denn sonst ist der Anruf vorzeitig beendet.

Letztes Jahr im Herbst hatte ich beschlossen, in keinem Raum die Heizkörper anzustellen. Das habe ich für mich selber geschafft, bis auf einige Besucherausnahmen. In den Raumecken verlaufen von unten nach oben freie Heizungsrohre mit heißem Zulauf und noch warmen Ablauf. Das reichte auch bei -20°C Außentemperatur, allerdings mit gezielt warmer Kleidung.

Nun habe ich durch Sie eine plausible Bestätigung für meine gezielten Anwendungen der winterlich bewegten Einstellung und brauch nicht länger mehr als Jahrgang 41 für verschroben gehalten zu werden.
Freue mich schon jetzt auf Ihre nächsten neuen Informationseingänge.
Liebe Grüße
Bruna

Sabine

Danke, Herr Gräber, für diesen Artikel!

Seit Jahren kämpfe ich gegen die gängige Meinung von „Fachärzten“ an, die mir erklären, dass alles Übel von meinem Job kommt. Immer wieder habe ich erklärt, dass Büroarbeit nicht gleich Büroarbeit ist! Es gibt keine halbe Stunde, die ich einmal sitzend verbringen kann. Ständig muss ich aufstehen, mich recken, Treppe herunter, Treppe herauf und immer wieder „aufstehen“. Anstatt nach dem Beruf zu fragen, sollte man als Arzt seinen Patienten lieber nach dem Arbeitsablauf fragen. LKW-Fahrer müßten demnach doch eine wesentlich höhere Gefährdung tragen. Ich bin jedenfalls platt, wenn ich zwei Stunden am Stück gefahren bin! Jetzt weiß ich endlich warum und in Zukunft weden mehr Pausen gemacht.
Liebe Grüße
Sabine

Michael

die Gemeinsamkeiten einer zukunftsfähigen Heil(enden)-Medizin.
eine retrospektive Studie über viele Heilungen ergibt schließlich ein Buch mit wundern; die aber keine Wunder sind .sondern nur die konsequente Umsetzung von menschlichen Lebens frei von Angst und ohne ärztliche gewollte Nocebo-Wirkung die uns nur dauerhaft abhängig von ihm machen sollen.

Michael

was bringt den Doktor um sein Brot? a) die Gesundheit – b) der Tod. Drum hält der Arzt auf dass er lebe, den Patienten zwischen Tod und Krankheit in der Schwebe. So:. Eugen Roth

Michael

Danke die wunderschönen beschriebenen Wunder. Diese sollten tatsächlich zusammengefasst in einem Buch erscheinen.
„Unter die kleine Wunder sind, Geist Körper und Seele stets gemeinsam wirken Und auch so ganzheitlich – ursächlich behandelt werden sollen.
Laut Urteil des Höchsten Gerichts: Die Schulmedizin hat nur experimentellen Charakter.

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[…] durch geringfügige Veränderung der Lebensgewohnheiten (gesunde Ernährung und nur 20 Minuten intensivere Bewegung täglich) selbst […]

Perez Andrea

Wer rastet,der rostet,
Danke für den tollen Artikel. Die Bewegung in den Alltag bringen ist wirklich wichtig.
Vielen Dank für die Tipps. Gesunde Ernährung ist wirklich wichtig aber ohne Bewegung und frische Luft nutzt das gar nichts.
Gruss
Andrea Perez

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