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Allgemein, Beschwerden, Gesundheit

Ausdauertraining wirksamer als Schmerzmedikamente

Senioren bei der Leichtathletik

Schlechte Nachrichten für die Pharmaindustrie aus dem Universitätsklinikum Heidelberg: Bei der Behandlung der Fibromyalgie ziehen die Schmerztabletten der Pharmaindustrie den Kürzeren.

Fibromyalgie ist eine Erkrankung des Bewegungsapparats, die mit einem gerüttelten Maß an Schmerzen verbunden ist und zudem auch noch als unheilbar angesehen wird. Die Betroffenen leiden unter permanenten Schmerzen in den Gelenken, im Nacken, Rücken, Brust und Bauch. Bei einem fortgeschrittenen Erkrankungsstadium gesellen sich noch Schlafstörungen, Reizdarm und – magen, Depressionen, Angst etc. dazu. Die einzigen medizinischen Maßnahmen hier sind auf die Linderung der Symptome, besonders der Schmerzen abgestimmt.

In den Industrienationen leiden etwa 4 Prozent der Bevölkerung, vornehmlich Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, unter dieser Erkrankung. Bei einer Bevölkerung von knapp 82 Millionen Deutschen wären das über 3,2 Millionen Fibromyalgie-Kranke allein in Deutschland. Dies ist für die Pharmaindustrie ein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit interessanter Markt, da die Erkrankung „glücklicherweise“ als unheilbar gilt, die die Patienten für den Rest ihres Lebens Dauerkunden sein lässt.

Da die Diagnose dieser Erkrankung nicht leicht zu erstellen ist – oft gelingt dies nur durch eine Reihe von Ausschlussdiagnosen – haben jetzt Wissenschaftler und Ärzte vom In- und Ausland unter der Federführung der Universität Heidelberg neue Diagnose- und Behandlungsempfehlungen herausgebracht. Mögliche Therapien gibt es reichlich. Das Angebot ist sogar so groß, dass es schon schwer zu überschauen ist. Da kommt es dann oft vor, dass der behandelnde Arzt vor lauter Bäumen keinen Wald mehr sehen kann. Von daher dienen die neuen Behandlungsempfehlungen dazu, dass die Therapeuten eine Übersicht bekommen, welche Maßnahmen sinnvoll sind bzw. welche wenig Aussicht auf einen therapeutischen Nutzen haben.

Und dann taten sich Ergebnisse auf, die man der Schulmedizin so nicht unbedingt zugetraut hätte: Schmerzmittel fielen in Bausch und Bogen durch das Raster der Experten. Sie bemängelten, dass Schmerzmittel keinen langfristigen Nutzen bringen, sondern nur ein hohes Maß an Nebenwirkungen zeitigen. Vor allem die entzündungshemmenden Schmerzmittel sind für diese Indikation nicht geeignet, so auch Opioide und Cannabinoide.

Alternative Behandlungsformen wurden ebenfalls auf eine mögliche Tauglichkeit bei der Therapie der Fibromyalgie untersucht: Tai-Chi und Yoga, zwei Arten von Bewegungstherapieformen, werden von den neuen Therapieempfehlungen sehr betont. Ebenfalls als besonders wertvoll für die Schmerztherapie zeigte sich ein individuell angepasstes Ausdauertraining und ein leichtes körperliches Krafttraining. Darunter verstehen die Experten z.B. 30 Minuten schnelles Spazierengehen, Walking, Fahrradfahren etc. 2 bis 3 mal pro Woche. Diese Aktivitäten kombiniert mit TaiChi, Yoga oder kognitiven Verhaltenstherapien garantieren bislang die besten Behandlungsergebnisse.

Inwieweit die Homöopathie, die von den Heidelberger Experten als un- oder wenig wirksam eingestuft wurde, einen positiven Einfluss auf die Fibromyalgie hat, darüber scheinen sich zur Zeit die Gemüter zu streiten. Denn neben der Einschätzung aus Heidelberg gibt es dazu eine Reihe von neueren Studien, die zu einem komplett gegenteiligen Ergebnis kommen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21614472, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19672601, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18463899).

Meine Meinung: Die Schulmedizin hält generell die Fibromyalgie für nicht heilbar. Moderate Bewegungstherapien helfen den Patienten, dass ist auch meine Erfahrung. Patienten die sich „nur“ auf Schmerzmittel verlassen geraten in eine Art „Teufelskreis“, der die Symptome auf mittlere und lange Sicht weiter verschlechert – jedenfalls nach meiner Beobachtung. Meiner Erfahrung nach sind bei Fibromyalgie-Patienten für eine erfolgreiche Therapie folgende Bereiche zu beachten: Bewegungsverhalten, Ernährung, Umweltgifte / Giftbelastungen (inkl. Medikamente, Impfungen etc.), sowie auch psyochosoziale Belange. Nicht jeder Patient ist bereit diese Wege zu gehen. Sie sollten aber angeboten werden.

Übrigens: Wenn Dich solche Informationen interessieren, dann fordere unbedingt meinen kostenlosen Fitness-Newsletter dazu an:

Rene Gräber:

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8. August 2012/7 Kommentare/von René Gräber
Schlagworte: Ausdauertraining, Fibromyalgie
https://www.der-fitnessberater.de/wp-content/uploads/2017/12/senioren-sport-fitness.jpg 328 460 René Gräber https://www.der-fitnessberater.de/wp-content/uploads/2025/07/yamlog-300x87.png René Gräber2012-08-08 09:00:152025-08-05 13:27:46Ausdauertraining wirksamer als Schmerzmedikamente
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7 Kommentare
  1. Agnes
    Agnes sagte:
    16. August 2012 um 10:27

    Mag sein, dass Fibromyalgie aus der Sicht der Schulmedizin nicht heilbar ist, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es durch Alternativ-Heilmethoden sehr wohl heilbar ist. Ernärungsumstellung, Bewegung an der frischen Luft, homöopatische Infusionen, Meridianmassagen, pflanzliche (spagyrische Essenzen) Mittel haben meinem Patienten geholfen. Er braucht keine Medikamente der Pharmaindustrie mehr. Der Hausarzt wundert sich, dass er keine Cortison Sprizten mehr verabreichen muss ! Die Bereitschaft der PatientenInnen diese Therapie durchzuführen muss allerdings vorhanden sein.

    Antworten
  2. Remer Ursula
    Remer Ursula sagte:
    7. September 2012 um 17:36

    Ich persöhnlich war 20 Jahre Insulin abhängig
    habe 135kg gewogen habe durch eine Ernährungs
    umstälung 45kg abgenommen.Täglich nur 24 Kh
    das 18 Monate Habe aber viel Sport getrieben.Habe jetzt weil ich wejen einer Augen
    op keinen Sport machen durfte 3Kg zugenommen.
    Aus verzweiflung habe ich mir Nuvoryn bestellt
    aber der Glaube versetzt sicher auch Berge.Habe auch alle Negativenartikel gelesen.
    Nächte Woche darf ich wieder Sport machen. Mein Alter 72 Jahre bewegung ist alles

    Antworten
  3. Remer Ursula
    Remer Ursula sagte:
    7. September 2012 um 18:28

    Gerade kam eine beurteilung das were schon mal
    geschrieben worden das finde ich Unferschämt.Werde in Zukunft keine Kommentare abgeben

    Antworten
  4. Remer Ursula
    Remer Ursula sagte:
    9. September 2012 um 20:06

    O habe es noch mal durchgelesen wunderschöne Rechtschreibfehler aber was solls

    Antworten
  5. Johann Niedermayer
    Johann Niedermayer sagte:
    2. Dezember 2013 um 16:33

    In der Kangenwasserszene ist man der Meinung, dass die Fibromylagie die Folge von Übersäuerung ist. Folgen Sie dem angegebenen Link.

    Antworten
  6. Moni
    Moni sagte:
    6. Januar 2019 um 10:52

    Guten Tag! Seit dem 17. Dezember 2018 „weiß“ ich durch einen Anruf des Rheumatologen, der eine aufwändige Blutuntersuchung machen ließ, dass ich Fibromyalgie habe. Der Rheumatologe, den ich aufsuchte, weil ich oft von Osteopathen, Physiotherapeuten und Internist gefragt wurde, ob ich Fibromyalgie hätte, behandelt diese Krankheit nicht .
    Mein Hausarzt und auch der Orthopäde meint, dass es diese Krankheit nicht gibt. Mein Hausarzt sagte, dass er auch Schmerzen habe….der Orthopäde lächelt nur mild über den Rheumatologen und Fibromyalgie…. In den letzten 20 Jahren kann ich mich an drei Tage erinnern, wo ich vollkommen schmerzfrei war. Es gibt bestimmt Fibromyalgie-Patienten, denen es schlechter geht als mir. Ich bin 72 Jahre, mein Mann ist 80. Wir hätten ganz gerne noch eine „bessere Zeit“ zusammen. Ich möchte nicht in die „Psycho-Ecke“ gestellt werden. Wenn ich weniger Schmerzen habe, dann bin ich durchaus unternehmungslustig….Mein Mann meinte, ich soll doch mal zu dem Preetzer Heilpraktiker gehen….

    Antworten

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Wer schreibt hier

Mein Name ist René Gräber. Ich bin Naturheilkundler und Sportwissenschaftler und seit 1998 in eigener Praxis tätig. Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, was Menschen körperlich leistungsfähig und geistig klar hält – auch jenseits der 50. Krafttraining, Stoffwechsel und Gehirngesundheit stehen dabei im Mittelpunkt. Auf der-fitnessberater.de teile ich Studien, Praxiserfahrungen und klare Einordnungen – ohne Fitnessmythen, ohne Marketinglärm, dafür mit Fokus auf das, was tatsächlich wirkt.

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